Produktvalidierung von Neoapps

Produktvalidierung für NX

Die Notwendigkeit zur Entwicklung eines Tools zur Produktvalidierung in NX entstand aufgrund folgender Entwicklungstendenzen im auftraggebenden Unternehmen:

Zum einen stieg das Repertoire an Modelliermöglichkeiten für die Konstrukteure aufgrund ständig neuer Features in NX stetig an. Komponenten und Baugruppen wurden dadurch immer komplexer, wodurch sich Konstruktionsfehler häuften.

Zum anderen stiegen aufgrund der hohen Qualitätsanforderungen entlang des gesamten Produktentwicklungsprozess die Konstruktionsrichtlinien und Regeln ständig an. Vor allem in nachgelagerten Prozessen wie CAM oder Fertigung der Bauteile können Konstruktionsfehler zu schwerwiegenden Fehlern führen.

Als Lösung für dieses Problem wurde dem Kunden ein Tool zur Produktvalidierung direkt in NX von Siemens PLM Software (ehemals UG) zur Verfügung gestellt.

Dieses Tool ermöglicht anhand firmenspezifischer Checks die vollautomatische Überprüfung von Konstruktionsrichtlinien in den Bereichen Konstruktion, Zeichnungserstellung und Baugruppen direkt in NX. Dadurch können Konstruktionsfehler frühzeitig erkannt werden.

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Die Checks des Produktvalidierungstools:

Die einzelnen Checks des Produktvalidierungstools sind in die Kategorien Modelling, Drafting und Assembly unterteilt. Dabei wurden in den jeweiligen Kategorien unter anderem folgende Checks implementiert:

Modelling:

  • Check Feature refers chamfer blend – prüft, ob Formelement Fase referenziert
  • Check Feature Constraints – prüft, ob das Formelement vollständig positioniert ist
  • Check Promoted Solid – prüft, ob ein Solid promotet wurde
  • Check Unparametrized Features – prüft auf unparametrisierte Formelemente
  • Check Update all Features – prüft, ob alle Formelemente aktuell sind
  • Check Tiny Objects – prüft auf Miniobjekte
  • Check Face Spike – prüft auf Ausrisse
  • Check Face Self Intersect – prüft, ob sich eine Fläche selber schneidet
  • Check Body Face Face Intersect – prüft, ob eine Fläche einen Körper schneidet
  • Check Sketch Fully Constraint – prüft, ob Skizze vollständig bestimmt ist
  • Report Wavelink Data – prüft, ob Wavelink Daten vorhanden sind
  • Report Part Family in Assembly – prüft, ob eine Teilefamilie in der Baugruppe vorhanden ist
  • Check Frozen Status – prüft auf eingefrorenen Zustand

Drafting:

  • Check Manual Dimensions – prüft, ob manuelle Dimensionierungen durchgeführt wurden
  • Check Drawing Up to date – prüft, ob die Zeichnung aktuell ist
  • Check Drafting Preferences – prüft die Zeichnungseinstellungseinstellungen
  • Check Memberview Overlapp – prüft, ob Zeichnungen überlappen
  • Check View (completely) inside Drawing – prüft, ob Ansichten komplett auf der Zeichnung sind

Assemblies:

  • Mating Conditions (nur Melden) – prüft, ob Mating Conditions vorhanden sind
  • Assembly Constraints (Status prüfen) – prüft den Status der Baugruppenzwangsbedingungen
  • Already Checked – prüft zurückgeschriebene Attribute, kann auch auf Abbrechen bei Fehler konfiguriert werden

Durch das dynamisch erweiterbare Framework kann das Produktvalidierungstool jederzeit an veränderte Rahmenbedingungen und Anforderungen angepasst werden. Die Implementierung zusätzlicher Checks wurde so erheblich vereinfacht.

Um der Kundenanforderung “Usability” in diesem Projekt möglichst gerecht zu werden, wurde zur vereinfachten Handhabung des Produktvalidierungstools eine Verbindung zum firmeninternen Wiki realisiert. Der User kann so auf Knopfdruck die relevanten Konstruktionsvorschriften einsehen und Änderungen entsprechend vornehmen.

Zur Beschleunigung des Produktvalidierungsprozesses besteht bei zahlreichen Checks die Möglichkeit einer Auto-repair-Funktion. So können vor allem einfache Formvorschriften auf Knopfdruck an die entsprechenden Konstruktionsvorschriften angepasst werden ohne manuell eingreifen zu müssen.

Das Tool ermöglicht dem Kunden also die Validierung der CAD Daten hinsichtlich firmenspezifischer Konstruktionsvorschriften und Regeln. Die Überprüfung geschieht dabei vollautomatisch auf Knopfdruck. Dadurch wird sichergestellt, dass nur all jene Baugruppen bzw. Bauteile freigegeben werden, die den Konstruktionsrichtlinien entsprechen. Fehler und Probleme in nachgelagerten Prozessen sind dadurch ausgeschlossen.

Der Erfolg des Projekts auf einen Blick:

  • zahlreiche Checks mit Auto-repair-Funktion zur Beschleunigung der Fehlerbehebung
  • einfache und intuitive Benutzeroberfläche für die einfache Handhabung
  • Verbindung zum firmeneigenen Wiki zur direkten Einsichtnahme der Konstruktionsvorschriften
  • vier verschiedene Errorlevel (Fehler, Information, Hinweis, OK)
  • Zoom-in Funktion für leicht identifizierbare Fehler
  • Reportfunktion für statistische Auswertungen

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